Mt 7,12-14: Verhalten gegen andere – Die enge Pforte

Alles nun, was Ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, daß tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz. Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Eng jedoch ist die Pforte und der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

Ein Weiser mit Namen Choni ging einmal über Land und sah einen Mann einen Johannisbrotbaum pflanzen. Er fragte: „Wann wird das Bäumchen wohl Früchte tragen?“ „In siebzig Jahren!“ Da sprach der Weise: “Du Tor! Denkst Du in siebzig Jahren noch zu leben und die Früchte deiner Arbeit zu genießen? Pflanze lieber einen Baum, der früher Früchte trägt, daß Du dich noch daran erfreust.“ Der Mann antwortete: „Rabbi, als ich zur Welt kam, aß ich von Johannisbrotbäumen, ohne daß ich sie gepflanzt hatte, denn das hatten meine Väter getan. Habe ich nun genossen, wo ich gearbeitet habe, so will ich einen Baum pflanzen für meine Kinder oder Enkel, daß sie davon genießen. Wir Menschen mögen nur bestehen, wenn einer dem anderen die Hand reicht.

Tja, ich denke dem einen oder anderem von uns geht es sicherlich oft ähnlich. Wir ärgern uns über unsere Sippe unseren Stamm oder auch unser Leben, weil wir den schmalen Weg gehen und uns für andere einsetzen ohne sogleich die Frucht unsere Arbeit genießen zu können. Aber später wenn wir einmal auf die Menschen zurückblicken für die wir „Johannisbrotbäume“ gepflanzt haben, dann werden wir glücklich sein den schmalen Weg gegangen zu sein.

Gebet: Ja Herr, ich möchte dich bitten, daß Du uns weiterhin anleitest und uns immer wieder die Motivation schenkst den schmalen Weg weiterzugehen. Amen.

 

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